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Der Long-term Biodiversity Index (LBI) unterstützt die Abbildung der Diversität ausgewählter Artengruppen (Indikatoren) in einem Index. Flora und Fauna des Abbaugebiets und einer Vergleichszone werden in regelmäßigen Abständen erhoben und anschließend verglichen. Die ökologischen Entwicklungen der Rohstoffabbaustätten werden dadurch sichtbar und die gesetzten Unternehmensziele hinsichtlich ihrer Erreichung prüfbar. Die Datenerhebung der Gefäßpflanzen erfolgt mittels eines stratifizierten Stichprobenverfahrens. Mit einer geringen Stichprobenanzahl wird die Variabilität im Abbaugebiet nahezu vollständig und repräsentativ erfasst.
Die Normalisierung der Ergebnisse erfolgt durch eine Gegenüberstellung der Ergebnisse des Abbaugebietes und der Vergleichsfläche. Der LBI zu einem bestimmten Zeitpunkt (LBItotal) ist der Quotient aus Ist-Zustand (LBIakt) und Originalzustand (LBIpot). Der LBI ist ein relativer Wert und somit der Vergleich mit anderen Rohstoffabbaustätten möglich.
Der ermittelte Index wird in Prozent angegeben und erreicht 100 %, wenn die Biodiversität im Abbaugebiet naturschutzfachlich der Vergleichsfläche entspricht.
Liegt der Wert unter 100 %, wird die biologische Vielfalt im Abbaugebiet aus naturschutzfachlicher Sicht niedriger bewertet. Werte über 100 % weisen auf die Entwicklung einer höherwertigen Biodiversität hin.
Bei den Indikatoren wurden die Anforderungen an Rahmenparameter der European Environment Agency (EEA) für Sustainable Development Indicators (SDI) und Biodiversity Indicators (BI) berücksichtigt und entsprechen weitestgehend den Mindestanforderungen ökologischer Bewertungsverfahren:
* Vergleichbarkeit zwischen den EU-Mitgliedstaaten
* Berücksichtigung der länderspezifischen Biodiversitätsunterschiede
* qualitative und quantitative Ergebnisse
* Normierbarkeit
* Prognostizierbarkeit
* wissenschaftliche Zuverlässigkeit und statistische Abgesichertheit
* Veränderung in Raum und Zeit
* technische Machbarkeit und Kosteneffizienz * Verständlichkeit und politische Relevanz.
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